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Böhlitz-Roda

Von Mutzschen kommend führte die Strecke durch die Felder, südlich um den Pfaffenberg herum und senkte sich dabei ins Tal des Mutzschener Wassers.

Weite Strecken des ehemaligen Bahndamms wurden in diesem Abschnitt ins Feld untergeackert. Erst hier im Tal - kurz vor dem ehemaligen Haltepunkt - wird ein kleines Stück des Bahndamms wieder sichtbar, bevor sich dieser erneut im Feld verliert.

Wenige Meter vor dem Haltepunkt wurde der Bach auf einer 4,70m langen Blechträgerbrücke überquert.

Von dieser ist nichts mehr zu sehen, aber vielleicht verbirgt sich unter dem Dreckhaufen noch das nördliche Widerlager ?

Inzwischen ist das Ufer dicht bewachsen und die Spurensuche fällt immer schwerer.

In einem engen Rechtsbogen schwenkt die Bahn nun in das Tal des Mutzschener Wassers ein. Hier lag der Haltepunkt Böhlitz-Roda.

Von beiden Ortschaften liegt der HP recht weit entfernt, er gilt deshalb als der einsamste Haltepunkt auf dieser Strecke und war entsprechend wenig frequentiert. Nur im Sommer stiegen hier mehrere Ausflügler ein und aus, die hinüber ins etwa 2 km entfernte Naturbad am Langenrodaer See wollten.

Im Jahr 2019 deutet nichts mehr auf den an dieser Stelle gelegenen Haltepunkt mit seiner einsam in der Landschaft stehenden Wartehalle.

Als Günter Meyer im Jahr 1967 den Hang am Haltepunkt erklomm, fuhr bereits der Abschiedszug zwischen Wermsdorf und Neichen.

(Hist. Foto: Günter Meyer (Aue) IN: Scheffler, R.; Wunderwald, P.: Die Schmalspurbahn Mügeln-Neichen. Wilsdruffer Bahnbücher. Oschatz/Nossen 2007.)

Bevor wir uns auf der ehemaligen Bahntrasse vom Haltepunkt Böhlitz-Roda verabschieden noch ein kleines Suchbild:

Sind Sie inzwischen ein Eisenbahnrelikte-Sucher mit Kennerblick?
Können Sie den Verlauf der Trasse anhand der Grasfärbung nachvollziehen? (Ein trockener Sommer hat eben auch sein Gutes.)

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