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Reckwitz

Fernab jeglicher Straßen tauchte die Strecke hinter Mahlis in das Laubental ein. In weiten Bögen wendete sich die Bahn bald dem rechten Talhang zu und gewann dabei zunehmend an Höhe.

Blick zurück in Richtung Mügeln. Im Hintergrund grüßt der Ort Mahlis.

In mehreren Windungen erklomm die Strecke eine Steigung hinauf nach Reckwitz. Hier hieß es dann ordentlich "Dampf machen".

Nach Überqueren der Verbindungsstraße von Liptitz nach Wermsdorf verliert sich die Spur unserer Bahn.

Anfang der 1980er Jahre hat man quer zum Laubental einen Staudamm errichtet und den Döllnitz-See angelegt. Damit versank auch der Bahndamm unserer damals bereits abgebauten Schmalspurbahn auf dem Grund des Sees.

Nördlich des Döllnitzsees taucht der Bahndamm kurz vor dem Haltepunkt Reckwitz sprichwörtlich wieder auf.

Am Rand der Ortslage Reckwitz lässt sich bei genauerem Hinsehen noch immer der Ort erkennen, an dem sich einst der Haltepunkt befand.
Hier stiegen vor allem Besucher der Wermsdorfer Kliniken aus und zu, war doch der Fußweg hinauf zum Schloss Hubertusburg, in dem sich ein Lazarett, Kliniken etc. befanden weitaus kürzer als vom Bahnhof Wermsdorf her.

Der Ort des einst kleinsten Haltepunkts Reckwitz im Mügelner Netz.
Links vor dem Strommast befand sich der kurze Bahnsteig.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme im Jahr 1964 war der Haltepunkt schon 10 Jahre außer Betrieb.

Hist. Foto: Günter Meyer (Aue) IN: Scheffler, R.; Wunderwald, P.: Die Schmalspurbahn Mügeln-Neichen. Wilsdruffer Bahnbücher. Oschatz/Nossen 2007.

Der Betonweg markiert etwa den Verlauf des Streckengleises.

Der A-Mast diente der Stromversorgung für die Beleuchtung und steht noch heute stabil an der Stelle, wo sich einst der Haltepunkt befand.

Der Reisendenverkehr war mehr als spärlich, so dass der Haltepunkt zeitweise aufgelassen wurde. Ab 1954 wurde der Haltepunkt dann endgültig aufgegeben.

In einer S-Kurve am heutigen Ufer des künstlich angelegten Döllnitz-Sees näherte sich die Bahn der Verbindungsstraße Reckwitz-Wermsdorf, der sie bis zum Bahnhof Wermsdorf folgte. Noch heute verrät der verbreiterte Damm, dass hier einst eine Schmalspurbahn fuhr.

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