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Gröppendorf

Nur wenige hundert Meter nach dem Ortsausgang Glossen nähert sich die Bahn der Straße an, um in deren unmittelbarer Näher rechtsseitig weiter nach Glossen zu führen.

Nach einer Rechtskurve folgt schon bald die Einfahrt in ein Zweigwerk der Kemmlitzer Kaolinwerke - der ehemalige Anschluss von Dr. Richter.

Hier existierte einst eine hölzerne, seit 1954 eine stählerne Hoch-Laderampe, von der aus Feldbahn-Loren Kaolin in bereitgestellte Regelspurwagen auf Rollwagen verladen wurde.

Die Verladung in Eisenbahnwagen wurde seitens der Bahn 1970 gekündigt. Der Hügel hat sich noch erhalten, auf ihm steht heute ein Bagger und erinnert an die Zeiten der Kaolin-Verladung an dieser Stelle

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In den späten 60er Jahren war die Bahnverladung noch in Betrieb.

Hist. Bild: Günter Meyer (Aue) IN: Scheffler, R.; Wunderwald, P.: Die Schmalspurbahn Mügeln-Neichen. Wilsdruffer Bahnbücher. Oschatz/Nossen 2007.

Der Fotostandpunkt liegt etwa zwischen Streckengleis und Anschlussgleis.
(Blick Richtung Gröppendorf)

An der Stelle des Baumes hat die Abzweigweiche gelegen.
Rechts die Straße nach Gröppendorf, parallel dazu lag das Streckengleis.
(Blick Richtung Glossen)

Die Bahn wendete sich nun Gröppendorf zu.
In einer Linkskurve wurde die Straße überquert und gleich danach folgte der Haltepunkt auf der linken Seite.

Der Bahnübergang war einer der ersten, der sofort nach der Stilllegung der Strecke zurückgebaut wurde. Die Teermaschine war bereits vor Ort, da die benachbarte Straße gerade eine neue Teerdecke erhalten sollte. Auch deshalb war ein Abbau der Strecke mittels Bauzug nicht mehr möglich.

Als in den 1990 Jahren die Pläne für einen Wiederaufbau bis nach Wermsdorf reiften, stellte man 1996 am ehemaligen Haltepunkt wieder ein Stationsschild auf. Auch dieses Schild als Erinnerung an den einstigen Haltepunkt Gröppendorf ist mittlerweile schon wieder verschwunden.

Der Haltepunkt lag abseits der Ortschaft. Schulkinder benutzten von hier aus einst den Zug, um zur Schule nach Mahlis zu fahren. Die hölzerne Wartehalle ist längst verschwunden.

Heute ist das Areal des Haltepunktes völlig zugewachsen. Einzig der Kilometerstein kündet noch davon, das hier einmal eine Bahn gefahren sein muss.

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Weiter in Richtung Mahlis ist hier kein Durchkommen mehr. Wer die Strecke mit dem Rad abfährt, muss also weiterhin auf der Straße bleiben. Schade - hier könnte nach einer Rodung des Gestrüpps und dem Ebnen des Bahndammes mit wenig Mitteln ein Radweg entstehen.

weiter geht's nach Mahlis