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Denkwitz

Das kleine Dorf Denkwitz hatte etwa 300m vom letzten Gehöft entfernt in südwestlicher Richtung einen kleinen Haltepunkt erhalten.

Die Ausstattung war sehr spartanisch - ein Freiabtritt (später abgerissen) und die übliche hölzerne Wartebude genügten dem ohnehin geringen Reisenden-Aufkommen. Meist wurde hier nur bei Bedarf gehalten.

Immerhin war der Haltepunkt den Einwohnern so bedeutsam, dass an der Wartehalle ein Briefkasten angebracht wurde, der vom Zugpersonal regelmäßig zu leeren war.

Die Baumreihe markiert noch heute den Bereich des Haltepunktes. (Blick zurück Richtung Cannewitz)
Bei genauerem Hinsehen findet man sogar noch die Fundamente des einstigen Freiabtritts.

Die Bäume am Bahnsteig des ehemaligen Haltepunkt Denkwitz sind inzwischen groß und staatlich geworden.

(Hist. Foto: Günter Meyer (Aue) IN: Scheffler, R.; Wunderwald, P.: Die Schmalspurbahn Mügeln-Neichen. Wilsdruffer Bahnbücher. Oschatz/Nossen 2007.)

Mit einem Bahnübergang wurde die Straße von Denkwitz nach Nerchau gekreuzt. Anschließend hieß es nochmal ordentlich Dampf machen, denn während die Straße mit einem kurzen Anstieg an Höhe gewinnt, musste die Strecke dies in einem weiten Linksbogen und einem Einschnitt tun.

Bahntrasse und auch der Einschnitt sind heute eingeebnet und im bestellten Feld nicht mehr erkennbar.

Erst nach Erklimmen der Anhöhe kommen kurz vor der Einmündung der Straße aus Würschwitz wenige Meter Bahntrasse wieder zum Vorschein. (Blick in Richtung Nerchau)

Dreht man sich auf der selben Stelle um, so endet der Bahndamm unvermittelt. Hier ging es in einem Einschnitt hinunter nach Denkwitz, der inzwischen ins Feld eingegangen ist.

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